Freitag, 9. Dezember 2016

Kümmelbraten mit Kraut und Knödel


Es ist eine Eigenart der Österreicher zu glauben, dass es bestimmte Gerichte nur in Österreich gibt. Ein Klassiker, den ich gerne in der Herst-/Winterzeit zubereite ist Kümmelbraten mit Kraut und Knödel. Traditionell bekommt man dieses Gericht beim Heurigen serviert. Die knusprige Schwarte des Schweinebauchs lädt ein weiter zu essen. Natürlich gibt es ähnliche Rezepte in Deutschland. Knusprigen Schweinebauch findet man sogar in China.

Mein Rezept ist ein Rezept aus meiner Kindheit. Der Geruch des Bratens ist mir sehr vertraut und mit vielen netten Erinnerungen verknüpft. Wichtig ist, dass man hochwertigen Schweinebauch dafür besorgt. Ich habe diesen in Bio-Qualität gekauft und gleich beim Fleischer (Metzger) in der Schwarte einschneiden lassen.

Zutaten

(zirka 4 Portionen)
  • 700 Gramm Schweinebauch
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Kümmel
  • Salz, Pfeffer 

Sauerkraut
  • 500 Gramm Sauerkraut
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Öl
  • Salz, Pfeffer
  • Kümmel
  • Lorbeerblatt
  • Wacholderbeeren

Knödel
  • 2 EL Butter
  • 1 Ei
  • 3 EL Grieß
  • 1/2 kg mehlige Kartoffel
  • 2 EL  Mehl
  • 1 TL  Salz
  • 2 EL Kartoffelstärke zum Wälzen

Zubereitung

Knoblauch schälen und quetschen und das Fleisch damit einreiben. Dann das Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen. Die Backform, in der das Fleisch gebraten werden soll auf starker Flamme auf den Herd stellen und das Fleisch mit der Schwarte nach unten in die Form legen. Die Scharte so lange in der Form anbraten lassen bis sie schön braun geworden ist. In der Zwischenzeit den Herd auf 120 Grad Ober- und Unterhitze aufwärmen. Wenn die Schwarte braun ist, das Fleisch umdrehen, sodass die Schwarte oben ist. Dann den Kümmel dazu. Zirka einen halben Liter Wasser in die Form gießen. Eine Zwiebel mit Schale halbieren und dazu geben. Anschließend alles für 1,5 Stunde zu 120 Grad und 30 Minuten für 200 Grad in den Backofen. (Ich habe diese Variante gewählt, da hier das Fleisch langsam zart wird und am Ende nochmals knusprig. Es ist wichtig, dass man zu beginn mit leichter Temperatur gart.)


Das Sauerkraut kann man frisch am Markt oder abgepackt im Supermarkt kaufen. Hier muss man nur darauf achten, in wie weit es schon vorbehandelt ist. Kraut gut waschen. Die Zwiebel fein hacken und ein wenig in Öl anrösten. Das Kraut mit etwas Wasser hinzufügen und alle Gewürze dazu. Auf kleiner Flamme 45 Min. köcheln lassen.
Für die Knödel mehlige Kartoffeln klein geschnitten weich kochen. Das Wasser abseihen und die Kartoffeln fein zerstampfen, oder durch ein Sieb pressen. Die Butter am Herd flüssig werden lassen und mit Ei, Mehl, Grieß und Salz dazu geben.

Alles gut verkneten, sodass ein glatter Teig entsteht. Einen Topf mit reichlich Wasser zustellen und warten bis er kocht. Die Flamme auf klein zurück drehen. Aus dem Teig Knödel formen und noch einmal in Kartoffelstärke wälzen.


Knödel in das siedende Wasser geben und zirka - je nach Knödelgröße - 30 Minuten sieden lassen.

Fazit

Das war wirklich sehr lecker. Meine bessere Hälfte trinkt dazu immer ein Bier. Der Vorteil von gebratenem Schweinebauch - also Kümmelbraten ist, dass man ihn auch gut kalt essen kann, was wir auch gemacht haben. Der Bratensaft wurde zu einer tollen Bratensauce, die ich nicht mehr weiter verändert habe. Kümmelbraten mit Kraut und Knödel. Ein typisches Herbst - Winteressen.War gut - ist gut - bleibt gut!


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Alle Rechte vorbehalten. In der Regel handelt es sich um meine Rezepte und Bilder, außer es wird hier bzw. direkt im Bild darauf verwiesen.


© Edith Huber 

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