Sonntag, 1. Februar 2015

Das Rindsgulasch meiner Kindheit

Es gibt tausend Varianten Gulasch zu kochen und noch mehr Geschichten, wie diese entstanden sind. Ich verbinde mit dem klassischen Wiener Rindsgulasch ein Essen meiner Kindheit, dass es bei uns alle paar Wochen einmal gab.

Das klassische Gulasch wurde in der Donaumonarchie über Ungarn nach Wien gebracht, wo es sich zu einem beliebten Essen entwickelte. Aber das Wiener Gulasch ist dennoch anders als das ungarische. Denn dort ist ein Gulyas mit 'y' eher das, was  wir Wiener  Gulaschsuppe verstehen. Das klassische Wiener Gulasch mit 'u', ähnelt mehr dem ungarischen Pörkölt, dick, eingekocht und sämig in seiner Konsistenz mit viel Zwiebeln.

In Wien gibt es die Tradition Gulasch zum Gabelfrühstück zu essen. Dies findet man in manchen Wiener Wirtshäusern noch heute. Bestandteil der Speise sind zumeist Gulasch mit max 3-4 Stücke Fleisch und eine Semmel dazu. Bekannt ist außerdem das Saftgulasch als Gabelfrühstück. Dazu verwendet man Gulaschsaft mit einem Würstchen und einer Semmel. Traditionell trinkt man ein Bier dazu.

Josef Kinzel Im Wirtshaus 1900
von Josef Kinzel (1852-1925) (Dorotheum) [Public domain], via Wikimedia Commons

Rezept

  • 1 kg Wadschinken (auf hochdeutsch Hesse oder Wade [1]
  • 1 kg Zwiebel
  • 5 Knoblauchzehen
  • 6 Esslöffel Olivenöl
  • 3 Esslöffel Paprikapulver (mild)
  • 1 Esslöffel Essig
  • 1,5 Liter Rindsuppe
  • 1 Esslöffel Tomatenmark
  • 1 Esslöffel Majoran gerebelt
  • 2 Teelöffel Kümmel
  • Salz, Pfeffer

Bei Bedarf Chili und Mehl zum Binden.

Zubereitung


  1. Zwiebeln grob hacken und in einem großen Topf goldbraun anrösten. Paprikapulver dazu und mit Suppe aufgießen. Alles 20 Minuten köcheln lassen. Man nimmt immer soviel Zwiebel wie Fleisch, also das Verhältnis sollte 1:1 sein.
  2. Alles kurz abkühlen lassen und mit dem Pürierstab pürieren.
  3. Das Fleisch sollte in 2-3 cm große Stücke geschnitten werden und dann in den Topf hinzu gefügt werden.
  4. So, nun den Rest der Gewürze dazu und 2,5 bis 3 Stunden köcheln lassen. Bei Bedarf Suppe nachgießen.
  5. Wenn man es etwas schärfe mag, kann man eine Chilischote mitkochen. 
  6. Nach Garzeit sollte das Gulasch eine sämige Masse ergeben haben. Wenn es noch zu dünn ist, dann kann man die Sauce mittels Mehlschwitze  binden.

Fazit


Gulasch schmeckt herrlich gut und es wird mit jedem Mal aufwärmen besser. Als Beilage dazu eignen sich Knödel, Brot, Spätzle oder Semmeln. Ich empfehle jedoch aus Energiespargründen gleich die doppelte Menge anzufertigen und danach portionsweise einzufrieren. Drei Stunden garen ist schon eine lange Zeit.


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Alle Rechte vorbehalten. In der Regel handelt es sich um meine Rezepte und Bilder, außer es wird hier darauf verwiesen.


© Edith Huber 



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