Sonntag, 13. Juli 2014

Saltimbocca alla romana auf Traiskirchnerisch mit Fisolen und Bratkartoffeln

Das Leben auf dem Lande bringt nicht immer nur Idylle und Frohsinn, wie ich letztes Wochenende bei meinem Einkauf in der hiesigen Supermarktkette feststellte. Geplant war ein traditionelles Saltimbocca alla romana. Leider musste ich mich ein wenig in der Fleischwahl umorientieren.

Begonnen hat das ganze damit, dass mir meine liebste Freundin Esther, aus Südtirol stammend, ein "echtes" italienisches Kochbuch geschenkt hat. (Nur so als kleine Ergänzung. Die Italiener, sehen die Sache mit den italienischen Kochbüchern, die es so am Markt gibt, ein wenig kritischer, als wir in den austro-germanischen Gefilden. Sie sind nämlich der Meinung, dass richtige italienische Kochbücher auch von Italienern und nicht von irgendwelchen TV Köchen stammen sollen.) Nun, das Buch, dass sie mir schenkte, erfüllte alle italienischen Anforderungen, denn es wurde von Südtirolern geschrieben, die ja eindeutig Italiener sind. (Ich spare mir an dieser Stelle alle historischen Momente zu Andreas Hofer, Tirol und den Freiheitskampf, den Schützen usw. Obwohl es ja - mit Augenzwinkern - immer noch Menschen gibt, die von einem Tiroler Staat ausgehen. So nach dem Motto. Bischt a Tiroler, bischt a Mensch. Bischt ka Tiroler, bischt a Or.. :-)) Seisdrum. Das Buch ist wirklich super, und ich kann es wirklich jeden empfehlen.

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Zurück zum Wochenendplan. Jeder der sich mit Saltimbocca aller romana auseinander gesetzt hat, weiß natürlich, dass man dafür Kalbsfleisch und Coppa-Rohschinken benötigt.Zugegeben, ich war ein wenig optimistisch, zu glauben, dass es das im hiesigen Traiskirchner - Spar gibt. Also musste ich improvisieren.

Rezept:

  • 8 Kalbsschnitzel vom Karree (bei mir gab es 8 Schweineschnitzel vom Karree)
  • Salz
  • Pfeffer
  • 8 Salbeiblätter
  • 8 Coppa Scheiben (bei mir gab es Tiroler Schinkenspeck)
  • 2 EL Mehl
  • Öl zum Anbraten
  • 30 g Butter
  • 30 ml Weißwein 
  • 200 ml braune Kalbssauce

Beilage:

  • Fisolen
  • Bratkartoffel (ein paar Scheiben Zwiebelringe)

  • Da die Zubereitung dessen relativ schnell geht, habe ich mit den Beilagen begonnen. Kartoffeln mit der Schale in Stücke schneiden und zirka 20 Min. zum Kochen hinstellen. Fisolen ebenso zum Kochen hinstellen. Hier reichen aber 12-15 Min.. Bitte kosten.
  • In der Zwischenzeit: Schnitzel klopfen, salzen und pfeffern (hier sei geraten, nicht zu viel zu würzen, da der Rohschinken auch Würze mitbringt.)
  • Fleisch auf einer Seite mit Salbeiblättern und dem Rohschinken belegen. Der Salbei hat ein herrliches Aroma. Viele Menschen trauen sich nicht rüber Salbei zum Kochen zu verwenden. Bei uns wächst er wie Unkraut und ich liebe ihn sehr. Ich habe den Salbei und den Rohschinken mit einer Nadel, die ich normalerweise für Rindsrouladen verwende, festgesteckt.
  • Die andere Seite des Fleisches mit Mehl bestäuben.
  • In der Pfanne Öl heiß werden lassen und die Seite mit dem Rohschinken als erstes in die Pfanne tun. Warten bis der Schinken ein wenig knusprig wird. Dann wenden. 
  • Etwas Butter dazu geben.
  • Fleisch nach zirka 5-6 Min. Garzeit raus nehmen.
  • Die Bratenrückstände mit Weißwein und Kalbssauce löschen. Ein bisschen die Sauce einkochen lassen.
  • Die Kartoffeln abseihen und in die Bratpfanne mit heißen Öl geben und noch einmal so richtig knusprig werden lassen. (Ich habe dazu noch Zwiebeln gegeben. Das muss man aber nicht.)
  • Die Fisolen mit Salz, Pfeffer und einem Stück Butter würzen.

Voila:



Bessere Hälfte hat den Teller aufgeschleckt. Geschmacklich ist es mit Schweinefleisch auch sehr lecker. Man muss jedoch darauf achten, dass Schweinefleisch nicht so zart ist wie Kalbsfleisch. Also, das Rezept ist super. Ich würde trotzdem jedem raten es mit Kalbsfleisch zu probieren. 







Alle Rechte vorbehalten. In der Regel handelt es sich um meine Rezepte und Bilder, außer es wird hier darauf verwiesen.


© Edith Huber 

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