Sonntag, 22. Juni 2014

Reiseblog: Ein Nachmittag am Neufeldersee - Burgenland


Viele Wiener, die dem Großstadtdschungel entfliehen möchten, denen aber das nötige Kleingeld fehlt, um für ein paar Stunden in den sonnigen Süden Europas zu fliegen, suchen in Österreich Naherholungsgebiete. Da bietet sich die Seenlandschaft des Burgenlands an. Uns führte heute ein verspätetes Weihnachtsgeschenk an den Neufeldersee.

Wie jedes Jahr ist das Suchen und Finden von passenden Weihnachtsgeschenken immer ein Energieaufwand. Die Schwester meiner besseren Hälfte machte daher kurzen Prozess und schenkte uns ein Essen am Neufeldersee, was eine ausgezeichnete Idee war. Da wir die wärmer Jahreszeit abwarten wollten, haben wir den Essensgutschein heute, mit Familienbegleitung eingelöst. Es ging an den Neufeldersee ins Burgenland. Der See - man kann ihn als Hausmeistermeer der hiesigen Bevölkerung bezeichnen - ist ein vielbesuchter Badesee und eine der ersten Tauchmöglichkeit im Großraum Wien. Er liegt ca. 50 km südlich Bundeshauptstadt an der Grenze zwischen Niederösterreich und Burgenland. Historisch gesehen, entstand er aus einem gefluteten Braunkohletagbaus und nicht natürlich. Ganz mutige können sich hier auch den Taucherlebnissen hingeben. Wenn man jedoch generell an die Wassertemperatur der österreichischen Seen denkt, ist es ein mutiges Abenteuer.


Der heutige Tag war sonnig und warm, trotzdem aber bewölkt, sodass es zum Glück nicht die Massen dort hin verschlug. Unser heutiger Besuch galt primär den kulinarischen Genüssen, die wir im Restaurant Reisinger verbringen durften.

Der Reisinger ist ein Hotel-Restaurant direkt am See, der die traditionelle Küche des Burgenlands mit ungarischen Touch verbinden möchte. Preislich befindet er sich im gehobeneren Mittelfeld. Mein Menü bestand aus vier Gängen: Lachsterrine, Flusskrebssüppchen, Maispoularde mit Sesampüree und Pustagemüse sowie Créme brulé mit Cocoseis.

Die Lachsterrine war sehr gut und entsprach einer hochwertigen Gastronomie. Gute Zutaten frisch zubereitet. Das Flusskrebssüppchen war bei mehreren Leuten bei uns am Tisch nicht jedermanns Sache. Der Koch kombinierte die Suppe mit sehr intensiven Gewürzen, die leider aufgrund der leicht versalzenen Suppe nicht mehr zu identifizieren war. Ich schickte die Hälfte retour. Die Maispoularde war vom Fleisch her sehr sehr gut. Das Sesampüree schmeckte zwar gut, doch da ja das Auge mitißt, hat man bei der ersten Betrachtung nicht gerade Püree als primären Gedanken. (Man betrachte das rechte Foto oben.) Pustagemüse ist generell nicht meines, aber dafür kann ja der Koch nichts. Die Nachspeise, Créme brulé mit Cocoseis war sehr gut und wirklich hochwertig produziert. Die Weinbegleitung war sehr gut, was in Burgenland zu erwarten ist.



Fazit

1) Für wen eignet sich die Location?
Nun, eines vorweg: Die Landschaft ist sehr schön man hat einen relativ sauberen Badesee (obwohl man bei Tauchgängen auch immer wieder Eigenartiges findet - siehe unten) mit genügend Liegeflächen. Wer Ruhe und Erholung sucht, ist dort fehl am Platz, da bei schönem Wetter die Massen hin strömen.(Das ist jedoch keine Besonderheit des Neufeldersees. Fast jede Wasserlacke in Österreich hat das gleiche Schicksal.) Geeignet ist es für Personen, die in Gruppe oder in der Familie einen Badeausflug planen. Leute, die es eher etwas ruhiger mögen und die Sache vielleicht mit einer Weinverkostung bei den umliegenden Winzern verbinden möchte, empfiehlt es sich nicht in den Sommerferien und unter der Woche zu fahren.
2) Restaurant Reisinger
Das Essen war gut. Für ein 4-Gänge-Menü mit Getränken muss man rund € 50,- rechnen, was durchaus passable ist. Das Service ist verbesserungswürdig, da man immer den Eindruck hatte, die Kellnerinnen kennen sich nicht aus. Das Essen ist frisch und selbst gekocht. Für meinen Geschmack teilweise zu intensiv gewürzt. Aber wie heißt es so schön? Geschmäcker sind verschieden. Das Ambiente des Lokals ist sehr gut. Von der Terrasse aus hat man direkt einen Blick am See, was in den Abendstunden sehr nett ist. Untertags muss man mit übergewichtigen, Ping-Pong-spielenden Badetouristen vorlieb nehmen.

Aus diversen Tauchgängen

Bilder:  www.flickr.com / TauchSport_Steininger
Nun, ich will mich ja nicht päpstlicher als der Papst aufspielen. Aber man stellt sich schon die Frage, wer einen Festnetzapparat in den See befördert und vor allem warum? Ich denke die A1 nimmt sie zurück.... Umweltverschmutzung total unnötig.

Alle Rechte vorbehalten. In der Regel handelt es sich um meine Rezepte und Bilder, außer es wird hier darauf verwiesen.


© Edith Huber 

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1 Kommentar:

  1. Das ist eine gute Nachricht für mich, weil ich gerne Zeit aktiv verbringe, versuche ständig, sich auf die Kraft zu testen. Ich würde mich gern in der Wüste gefegt haben. Übrigens, für Fans von Extremsportarten, rät ich Ihnen, dorthin zu gehen https://poseidonexpeditions.com/de/arktis/disco-bay-birthplace-of-icebergs/. Hier können Sie mit einer Menge extremer Unterhaltung, vor allem auf diesem Schiff kommen.

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