Freitag, 7. Februar 2014

Der Linseneintopf meiner Oma ...

Meine Kindheit habe ich bei meinen Großeltern verbracht und durfte dort die aus dem böhmischen Raum stammende Küche genießen. Wenn man die böhmische Küche beschreiben soll, so kann erlebt man eine Vielfalt von Knödeln und Mehlspeisen. Bei uns kochte Oma täglich und verköstigte die halbe Familie mit ihrer Variante an böhmisch-südmährischer Küche.




Jeder, der Oma besser kannte, wusste, dass Kochen nicht unbedingt ihre Leidenschaft war. Dies lag vermutlich daran, dass es während des Krieges wenig zu kochen gab und danach diverse Tanten oder die Schwiegermutter besser auf den Platz der Hausköchin passten. Dennoch gibt es ein Gericht, dass ich als Kind sehr liebte, nämlich ihren Linseneintopf.

Rezept:

4 Portionen
  • 500 g Linsen (bei uns musste es schnell gehen, daher haben wir die aus der Dose genommen.)
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 Karotten
  • 1,5 l Rindssuppe
  • 2 Blätter Lorbeer
  • 40 g Mehl
  • 40 g Butter 
  • 1 cl Essig
  • 100 g Bauernspeck (würfelig geschnitten)
  • 1 EL Petersilie (gehackt)
  • Salz
  • Pfeffer (aus der Mühle)

Sollte man sich für frische Linsen entscheiden, so muss man diese am Vorabend einweichen.Wasser abgießen und Linsen mit frischem Wasser auf den Herd stellen und mit den Lorbeerblättern und den klein geschnittenen Karotten weich kochen. Ich lasse sie immer 30 Minuten am Herd. Dann Butter zerlassen, Zwiebel würfelig schneiden und glasig andünsten - mit Mehl stauben. Mit Rindsuppe aufgießen und gut verkochen lassen. Das Ganze mit Essig, Salz und Pfeffer würzen. Die Speckwürfel knusprig anrösten. Linsen in Tellern anrichten, mit den Speckwürfeln garnieren und mit gehackter Petersilie bestreuen. Dazu gab es meistens Knödel oder ein hart gekochtes Ei.


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